
Seghorn Inkasso Report 02/03Presseerklärung vom 15.02.2003 |
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Drastischer Anstieg bei den Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2003
Nach einer Hochrechnung der Seghorn Inkasso GmbH Bremen werden die Verbraucherinsolvenz-Anträge in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um rd. 50% zunehmen und ein Rekordniveau von 32 400 Insolvenzanträgen gegenüber 21441 Anträgen im Jahr 2002 erreichen.
Bundesland Bremen Spitzenreiter bei den Privatinsolvenzen Mit großem Abstand zu den restlichen Bundesländern wird Bremen auch im Jahr 2003 seinen Spitzenplatz bei den Privatinsolvenzen behaupten. Nach Berechnungen der Seghorn Inkasso GmbH Bremen werden am Ende dieses Jahres durchschnittlich 13,73 Bremer pro 10 000 Einwohner (gegenüber 9,2 im Vorjahr) den Gang zum Insolvenzrichter angetreten haben; ein Zuwachs von 49,2 Prozent. Das sind 3,5 mal so viel Bürger wie im Bundesdurchschnitt und mehr als 5 mal so viel Bürger wie in Baden-Württemberg. Jeder 728. Bremer Bürger muss statistisch gesehen in diesem Jahr überschuldet den Gang zum Gericht antreten. Die geringsten Privatinsolvenz-Quoten im Westen werden für Baden-Württemberg mit 2,59 und Bayern mit 2,84 Insolvenzen auf 10 000 Bürger prognostiziert.
Stabile Privathaushalte im Osten Vier der fünf neuen Bundesländer werden hinsichtlich ihrer Privatinsolvenz-Quote unter dem Bundesdurchschnitt von 3,94 liegen. Brandenburg wird den Bundesdurchschnitt in etwa erreichen. Damit zeigen die Privathaushalte im Osten ungeachtet ihrer hohen Arbeitslosenquoten von bis zu 19,6 Prozent eine überraschende Stabilität. Spitzenreiter im Osten ist Sachsen mit lediglich 2,7 Privatinsolvenzen pro 10 000 Einwohner. Damit liegt Sachsen fast gleichauf mit den "Musterländern" Bayern und Baden-Württemberg. Im Wettbewerb um soziale Stabilität in Deutschland liegen Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen vorne Nach einem "Risiko-Index" für die 16 Bundesländer, den die Firma Seghorn Inkasso GmbH entwickelt hat, sind die Strukturen der privaten Haushalte in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen deutlich stabiler als im übrigen Bundesgebiet. Indikatoren des "Risiko-Index" der Bundesländer sind u.a. die Sparquote, die Quote der Arbeitslosen, die Quote der Sozialhilfeempfänger sowie die bei Gericht anhängigen Anträge auf Eidesstattliche Versicherungen (früher "Offenbarungseid"), die Vollstreckungsaufträge der Gerichtsvollzieher und die Verbraucherinsolvenz-Verfahren. Schlusslichter Berlin und Bremen Hinter den Schlusslichtern Bremen und Berlin rangieren Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, deren "Risiko-Index" z.T. deutlich über dem der übrigen Bundesländer liegt. "Die Stabilität der Privathaushalte ist," so Stephan Jender, Geschäftsführer der Seghorn Inkasso GmbH Bremen, "nicht mehr nur in den Stadtstaaten sondern jetzt auch in den großen Flächenländern wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen besonders bedroht, wobei uns überrascht hat, dass die neuen Bundesländer mit Thüringen auf Platz 3, Sachsen auf Platz 4 und den restlichen neuen Bundesländern im Mittelfeld des "Seghorn-Risiko-Index" eine überraschend große Stabilität aufweisen."
Musterländer Bayern und Baden-Württemberg Den geringsten Risiko-Faktor in Deutschland erreicht Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg. In diesen Bundesländern ist die Sparquote überdurchschnittlich hoch. Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfängerquote sind unterdurchschnittlich entwickelt. Überschuldungen mit gerichtlichen Folgen kommen seltener als in den meisten |
