Seghorn Inkasso Bremen

Presseerklärungen


Seghorn Inkasso Report 05/04

Presseerklärung vom 15.05.2004

ZAHL DES TAGES
 
Jede Minute ein Haftbefehl – immer mehr Deutsche zahlen erst, wenn der Richter mit der Zelle droht


In Deutschland wird in jeder Minute ein Haftbefehl wegen offener Rechnungen angeordnet


Im Jahr 2003 wurden 11,7 Prozent mehr Haftbefehle zur Erzwingung der Eidesstattlichen Versicherung (EV) angeordnet – Zahl der tatsächlich abgegebenen EV stieg um 16,6 Prozent – Fast neun Millionen Vollstreckungs-Aufträge an Gerichtsvollzieher


Bremen. Die nachlassende Zahlungsmoral vieler Bürger bringt immer öfter auch drastische rechtliche Folgen mit sich. So wurde im vergangenen Jahr in Deutschland in jeder Minute ein Haftbefehl angeordnet, um von Schuldnern die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung zu erzwingen, meldete die volkswirtschaftliche Abteilung der Seghorn Inkasso GmbH heute in Bremen. (In der Eidesstattlichen Versicherung legt ein Schuldner seine Vermögensverhältnisse offen und ermöglicht Gläubigern so einen Pfändungsantrag). Insgesamt waren es mit 526.748 Haftbefehlen 11,7 Prozent mehr als 2002.

Gläubiger kommen offenbar immer schwerer an ihr Geld. Fast neun Millionen Mal (8.914.274, plus 1,0 Prozent) erteilten private Gläubiger im Jahr 2003 beim Gerichtsvollzieher einen Vollstreckungsauftrag, das sind 17 Aufträge pro Minute. Da dieser Auftrag in vielen Fällen nicht fruchtet, beantragten sie im vergangenen Jahr 3.737.553 Mal (plus 2,1 Prozent) eine Eidesstattliche Versicherung, die früher „Offenbarungseid“ hieß. Diese wollten viele Schuldner aber keinesfalls freiwillig abgeben.


Im nächsten Schritt ordnet der Amtsrichter oftmals den Haftbefehl zur Erzwingung der Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung an. Die Drohung wirkt. Die Zahl der tatsächlich abgegebenen Eidesstattlichen Versicherungen stieg unter anderem auf Grund dieser drastischen Drohung um 16,6 Prozent von 893.585 auf 1.042.057 an. Alle 30 Sekunden wird damit in Deutschland eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben.


17,23 Zwangsmaßnahmen je 100 Einwohner
Rechnet man die genannten Zwangsmaßnahmen zusammen, so wurden in Deutschland im vergangenen Jahr in 14.220.632 Fällen Zwangsmaßnahmen angeordnet. Auf die Bevölkerung umgerechnet waren das im Durchschnitt 17,23 Zwangsmaßnahmen je 100 Einwohner.


Zwangsmaßnahmen-Ranking der Bundesländer

Die meisten Zwangsmaßnahmen wurden mit 22,06 pro 100 Einwohner in Berlin veranlasst, die wenigsten mit 14,66 in Sachsen. Die stärkste Zunahme verzeichnete das Saarland mit plus 10,8 Prozent vor Baden-Württemberg mit plus 8,1 Prozent und Rheinland-Pfalz mit plus 7,0 Prozent. Den stärksten Rückgang der Zwangsmaßnahmen meldete Bremen mit minus 9,0 Prozent vor Berlin mit minus 2,3 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit minus 0,9 Prozent.


Als eines der größten Inkasso-Unternehmen Deutschlands bearbeitet die Seghorn Inkasso GmbH in Bremen derzeit mehr als eine Million Inkassoaufträge. Damit gehört das Unternehmen auch zu den wichtigsten Auftraggebern der Gerichtsvollzieher. Im Jahr 2003 war die Seghorn Inkasso GmbH bei jeder fünfzehnten abgegebenen Eidesstattlichen Versicherung beteiligt.


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