SEGHORN INKASSO
Insolvenz-Prognose stimmt optimistisch: Für das Jahr 2006 sinkt die Zahl der eröffneten Gesellschaftsinsolvenzen auf unter 9.000
Lichtblick: Während Insolvenzen von Einzelfirmen weiterhin zunehmen werden, beruhigt sich das Geschehen bei den Gesellschaften seit der Trendwende 2004 kontinuierlich
Bremen (gmc). Nach mehreren Jahren der harten Auslese beruhigt sich offensichtlich das Insolvenzgeschehen in der deutschen Firmenlandschaft spürbar. Zumindest die Zahl der eröffneten Insolvenzen von Gesellschaften wird sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr jeweils um rund zehn Prozent zurückgehen: "Nach 11.533 Verfahren in 2004 und etwas mehr als 10.000 Verfahren in diesem Jahr erwarten wir für 2006 nur noch knapp 9.000 eröffnete Gesellschaftsinsolvenzen. Die im vergangenen Jahr eingeläutete Trendwende hat sich damit offensichtlich zu einem auch langfristig positiven Trend verfestigt", berichtete Stephan Jender, Geschäftsführer der Bremer Firma Seghorn Inkasso GmbH, heute der Presse. Das Unternehmen hatte diese Entwicklung bereits im Sommer letzten Jahres so erwartet. Jender: "Diese Einschätzung ist jetzt bestätigt worden. Das Jahr 2005 war von einem dauerhaften Rückgang der Verfahrenszahlen geprägt. Und dieser Trend scheint sich im kommenden Jahr weiter fortzusetzen." "Diese Entwicklung ist ein Lichtblick für die deutsche Wirtschaft, weil die Gesellschaften im Durchschnitt deutlich mehr Mitarbeiter als beispielsweise Einzelunternehmer beschäftigen. Durch den positiven Trend reduziert sich deshalb die Gefahr von Domino-Effekten, bei denen Firmeninsolvenzen im Nachgang noch eine Zahl von Privatpleiten ihrer ehemaligen Beschäftigten auslösen", so Jender weiter.
Demgegenüber ist die Trendwende bei den kleinen Firmen, zu denen Einzelunternehmen, die Freien Berufe und das Kleingewerbe zählen, wohl noch nicht geschafft. Seghorn-Geschäftsführer Stephan Jender: "Bei diesen Betrieben mit durchschnittlich ein bis zwei Mitarbeitern ist die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren auch in diesem Jahr noch weiter angestiegen. Der Anstieg ist mit weniger als fünf Prozent allerdings längst nicht mehr so stark wie in den Vorjahren."
Ungelöst ist weiterhin das Problem, dass nur etwa die Hälfte der beantragten Insolvenzverfahren von Gesellschaften auch tatsächlich eröffnet werden. In den restlichen Fällen ist die zur Verfügung stehende Vermögensmasse nicht groß genug, um überhaupt das Verfahren finanzieren zu können.
Als eines der größten Inkasso-Unternehmen Deutschlands bearbeitet die Seghorn Inkasso GmbH in Bremen derzeit mehr als eine Million Inkassoaufträge und ist als Gläubigervertreter in daraus resultierenden Insolvenzverfahren beteiligt.
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